Am Ende wurde es hitzig. Impfungen, die AfD. Nicht wenige im Raum haben Friedrich Pürner schon live erlebt – Ende 2025 in Deggendorf, in Regensburg, vielleicht auch in Cham oder bei einem anderen Wahlkampfauftritt im Frühsommer 2024. So oder so: Auf einigen Fragezetteln wird ein Gespräch fortgesetzt, das schon länger läuft. Was haben Sie gegen die AfD? Wenn ich Ihnen so zuhöre, dann gibt es doch dort die meisten Überschneidungen. Oder: Warum sagen Sie sich nicht endlich vom Impfen ganz allgemein los oder wenigstens von den mRNA-Behandlungen für manche Altersgruppen?
Da all das nicht im Video ist: Zwischen Aufzeichnung und Publikumsrunde gibt es eine Pause – mit Zetteln und Stiften. Wer etwas einbringen möchte, muss schreiben und darauf hoffen, dass ich das vorn auf der Bühne richtig vorlese. Dieses Verfahren hat sich bei den Waldgesprächen bewährt. Es spart Zeit, verhindert Ko-Referate und erlaubt dem Moderator (also mir), Themen und Fragen zu bündeln und so auch in den zweiten Teil Struktur zu bringen. Der Saal auf dem Kulturhof ist auch an diesem Samstagabend brechend voll, obwohl (oder weil) gestern Robert Stein da war und vorgestern Gerd Reuther. Ich lerne: Die Leute bringen nicht nur Neugier mit und die Lust auf Austausch, sondern auch den Wunsch nach Bestätigung – am besten in jeder Detailfrage. Widerspruch wird persönlich genommen.

Friedrich Pürner hat das souverän gemeistert und bei aller Schärfe, die für ein paar Momente in der Luft lag, weder Spaß noch Lächeln verloren. Ein Politiker, könnte man sagen. Oder einfach: ein Mensch, der auch dann zu seinen Überzeugungen steht, wenn es Gegenwind von Menschen gibt, die nur ein paar Meter von ihm entfernt sitzen. Authentizität war eines der großen Themen in dem Gespräch, das wir aufgezeichnet haben. Corona natürlich. Die Kriegslust der EU-Eliten und ihr Weg in den digitalen Überwachungsstaat. Friedrich Pürner erzählt haarsträubende Dinge aus seinem Abgeordnetenalltag, spricht über Meinungsfreiheit und Parteidisziplin und natürlich über das BSW. Und nicht unwichtig: Wir haben auch gelacht.
Corona abhaken? Nur über meine Leiche

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