In seiner Kolumne in der vergangenen Woche sprach sich Axel Klopprogge gegen die „klotzmaterialistische Motivationstheorie“ aus. Kurz gesagt: Macht und Geld als einzige Motivationsfaktoren für Pandemieinszenierung und Aufrüstung seien kein ausreichender Erklärungsansatz. Man möchte ihm zustimmen und zugleich widersprechen.
Denn natürlich haben die Automobilkonzerne, die Chemieindustrie und andere Unternehmen, die volkswirtschaftlich einen viel größeren Anteil an der deutschen Wirtschaftsleistung haben als Biontech und Rheinmetall, kein Interesse an Ausnahmezuständen und Krieg, sondern an einem möglichst störungsfreien Ablauf der Prozesse und Lieferketten. Wobei hier hinzugefügt werden muss, dass einige Automobilhersteller bereits in die Rüstungsproduktion eingestiegen sind.
Aber es wäre möglich, dass Axel Klopprogge hier die falsche Ebene betrachtet. Was für die Unternehmer ungünstig ist, muss nicht für Aktionäre, Finanzverwalter wie Blackrock und Zentralbanken gelten. Denn diese wurden durch Krise und Aufrüstung reich beschenkt. So gab die Bundesregierung allein für die inszenierte Coronapandemie beinahe 440 Milliarden Euro aus. Davon wurden Masken, Testkits und die als Impfungen fehlbezeichneten Genspritzen gekauft. Über die produzierenden und verkaufenden Unternehmen strömte das Geld nach oben, in die Taschen der Finanzverwalter und Oligarchen – so verdiente allein Bill Gates mit seinen Beteiligungen an Biontech und CureVac über 300 Millionen US-Dollar.
Es geht dabei nicht darum, einzelnen Unternehmen Profite zu bringen, sondern über eine breite Palette von Sektoren Geld nach oben umzuverteilen. Die Unternehmen sind dabei nur ein Instrument, eine Pipeline für das Geld. Gleichzeitig beseitigen die Krisen, die durch die Sanktionen in die Länge gezogen werden, die Konkurrenz des deutschen Mittelstandes und eröffnen Marktlücken, in die dann die großen, internationalen Konzerne stoßen können, hinter denen Blackrock, die US-Oligarchie und andere Interessengruppen stehen. Dass die Ideologie von „Profite, Profite, Profite“ für die Unternehmen eher destruktiv gewirkt hat, mag zwar stimmen, das gilt aber nicht für die Heuschrecken des internationalen Finanzsystems, die diese Unternehmen aussaugen und dann fallen lassen.
Ähnlich ist es beim Krieg in der Ukraine. Denn nicht nur ist hier Blackrock ein großer – wenn nicht der größte – Anteilseigner in allen wichtigen Rüstungsfabriken, sondern das Unternehmen profitiert auch vom Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg, der mit einer weitreichenden Privatisierung einhergeht – ähnlich wie in Griechenland während der sogenannten Eurokrise. Dies dient als Blaupause für den Rest Europas. Dieser Kontinent wird durch Pseudopandemie, Ukraine-Krieg und schließlich den großen Krieg gegen Russland in den Bankrott überführt, balkanisiert, zerstört und dann privatisiert. Die Regierungen beteiligen sich an diesem Prozess so unwidersprochen, weil auch Staaten sowie übergeordnete internationale Organisationen wie EU, UN, und WHO längst in privater Hand sind.
Hinter all dem steht das Problem eines kollabierenden Finanzsystems, das durch einen „Reset“ neu aufgesetzt und in eine digitale, vollüberwachte Technokratie überführt werden soll. Hier halfen Lockdown und massive Geldschwemme während der Pandemieinszenierung auch, den Kollaps des Systems zu verschleiern und abzufedern, um sich Zeit für den totalitären Umbau zu verschaffen und die Menschen zu sedieren, die anderenfalls in die Pleite gerutscht wären, nun aber abhängig von staatlichen Leistungen waren. Verbunden ist der Umbau des Finanzsystems mit der Agenda, einen neuen Feudalismus zu etablieren. Daher übernehmen Finanzkonzerne und Oligarchen auch den Nahrungsmittelsektor, um die entsprechenden Abhängigkeiten zu schaffen.
Darüber hinaus spielen aber sicherlich auch immaterielle Ziele eine Rolle. So sprechen internationale Oligarchen wie der Rockefeller-Clan oder Bill Gates schon lange von der Gefahr einer Überbevölkerung und der Notwendigkeit einer Bevölkerungsreduktion. Zu diesem Zweck wurde die Agenda vom Klimawandel erfunden, die auch wieder in den Plan der digitalen Technokratie mit hinein spielt – ebenso wie die Pandemienarrative.
Tatsächlich geht es also letztlich um Geld und Macht – wenn auch nicht in Form direkter Gewinne, sondern über einen langfristigen Umbau zumindest des westlichen Wirtschafts- und Finanzsystems in Richtung eines digitalen Feudalismus, der bereits überall um uns herum entsteht. Dass hinter all dem immaterielle Ursachen liegen (in erster Linie schwerwiegende Traumata nicht nur der treibenden Akteure, sondern der gesamten Gesellschaften, die solche Systeme überhaupt erst hervorgebracht haben), steht außer Frage. Dessen sind sich aber wahrscheinlich die Wenigsten bewusst.
Felix Feistel veröffentlicht seit 2017 Texte über das aktuelle Zeitgeschehen bei Manova, Apolut, tkp & Multipolar. Mehr auch auf seinem Telegram-Kanal.
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