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Video | 01.09.2026
Journalismus vom Feinsten
Walter van Rossum zieht Bilanz und sagt nach einem langen Medienleben: Nie war das, was ich mache, so wichtig wie heute.
Text: Michael Meyen
 
 

Manchmal kommt das Glück unverhofft. Hier per Mail. Lieber Michael, wir würden nach dem Autorentreffen von Manova gern bei euch vorbeischauen. Zwei Tage. Wie sieht es aus?

Was soll ich sagen. Gut sah es aus. Gespräche mit Walter van Rossum: Das ist Balsam für meine Seele. Ich habe ihn zweimal im Rheinland besucht und natürlich hier und dort gesehen, bei Rubikon, beim Kontrafunk, auf dem Ruderboot von Nuoviso. Nun also auch im Bayerischen Wald.

Der Journalist in mir hat sofort nach einem Interview gerufen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich selbst Rede und Antwort stehen durfte – in Walters Talk The Great WeSet, für sein Buch Alternativen in Medien und Recht oder zu einem meiner Bücher. Nun wollte ich gern selbst fragen – einen Zeitzeugen, der den Journalismus der alten Bundesrepublik mitgestaltet und dann erlebt hat, wie nach 9/11 alles anders wurde, von ihm früh festgehalten. Meine Sonntage mit Sabine Christiansen und Die Tagesshow: Walter van Rossum hat schon in den Nullerjahren auf den Punkt gebracht, was viele erst in den Zehnern oder 2020 entdeckt haben und uns bis heute umtreibt. Wenn man so will: Hier spricht ein Urgestein der Medienkritik.

In den knapp 55 Gesprächsminuten geht es auch um einen Beitrag des ARD-Medienmagazins ZAPP von 2015 („Verschwörungstheorien eines Journalisten“), um Corona („ein Erdrutsch“) und um das, was die neue Medienszene gerade umtreibt: Geld, Qualität und Mitspieler, die kein gutes Haar an denen lassen, die sie kritisieren.

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